Psychologische Psychotherapeutin

Psychologische Psychotherapeuten haben ein Psychologiestudium mit Abschluss als Diplom-Psychologe absolviert und weisen eine staatlich anerkannte Therapieausbildung nach. Durch die Approbation erfolgen die Genehmigung zur Ausübung der Heilkunde und eine Eintragung in das Arztregister.

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist ein staatlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das vor allem auf eine Veränderung des gegenwärtigen Verhaltens und Erlebens abzielt. Psychische Symptome und Schwierigkeiten beruhen zum Teil auf Lernerfahrungen, entstehen aber auch durch ein Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen, Beziehungen und biologisch-körperlichen Faktoren. In der Therapie ist es möglich Situationen auszumachen, die solche Symptome immer wieder hervorbringen und Bedingungen herauszuarbeiten, die die Schwierigkeiten aufrechterhalten. Das Erkennen von Zusammenhängen löst nicht sofort alle Probleme, hilft aber bei der Entwicklung und Umsetzung von Zielen und Lösungsansätzen. Die Verhaltenstherapie wird immer ganz individuell ausgerichtet und bezieht dabei die Lebensgeschichte, das familiäre System und das soziale Umfeld mit ein.

Gerade in schweren Lebenskrisen, nach Verlusten oder bei schweren Erkrankungen, wie sie in gynäkologischen Zusammenhängen vorkommen, hilft eine therapeutische Unterstützung bei der Aktivierung von Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten zur Bewältigung der Situation. Dazu werden neben den therapeutischen oder beratenden Gesprächen auch Entspannungsübungen angeboten.

Hypnotherapie nach Milton Erickson

Die Hypnotherapie ist eine effektive und international anerkannte Methode, psychische und psychosomatische Erkrankungen zu heilen wie auch das Immunsystem zu stärken. Der Begriff „Hypnose“, der sich vom griechischen „hypnos“ ableitet, bedeutet soviel wie Schlaf. In Hypnose bzw. Trance sieht man vielleicht schlafend aus, der innere Zustand lässt sich aber eher mit dem Gegenteil, einer erhöhten Konzentration beschreiben. Es findet eine Aktivierung der rechten Hirnhälfte (bildhaftes, phantasiereiches und kreatives Denken) statt und eine leichte Deaktivierung der linken (logisch-analytisches Denken). Die bewusste Kontrolle bleibt damit weitgehend erhalten. Durch diesen Zustand ist der Zugang zu Suchprozessen und kreativen Problemlösungen erleichtert. Trancephänomene kennen wir alle aus alltäglichen Situationen, wie bei starker Konzentration das Telefon zu überhören oder das Autofahren, ohne bewusst mitzubekommen, wie man auf gewohnten Wegen ans Ziel gelangt ist, das Vergessen der Zeit beim Spielen oder Tagträumereien. In der Hypnotherapie wird diese Fähigkeit zur Trance bewusst eingeübt und genutzt, um die Wahrnehmung zu verändern und zu erweitern. In Fantasiereisen, inneren Gesprächen oder Kurzbesuchen im Körper zeigen sich häufig nahe liegende, überraschende Lösungen, die zur aktuellen Problembewältigung eingesetzt werden können.

In der Trance ist die Aufmerksamkeit zwar stark auf die innere Wahrnehmung gerichtet, wie auf Gefühle, Vorstellungen, Erinnerungen, innere Bilder, Eindrücke, aber Sie sind immer wach, bei sich und verlieren nicht, wie häufig befürchtet, die Kontrolle. Gegen die eigenen Wertvorstellungen und gegen Ihre Zustimmung ist eine Hypnose nicht möglich. Sie werden sich nie ausgeliefert, hilflos oder handlungsunfähig fühlen. Es ist möglich, die Trance jederzeit zu unterbrechen und immer selber zu entscheiden, welche Vorschläge, Einladungen oder therapeutischen Angebote sie annehmen möchten.

Psychosomatik

Die Psychosomatik betrachtet die engen Zusammenhänge zwischen geistigen, seelischen bzw. psychischen Prozessen und den körperlichen Vorgängen und Symptomen beim Menschen. Bereits seit der Antike beschäftigt sich die Philosophie und später Medizin mit dem Leib-Seele-Problem. Das psychoanalytische Erklärungsmodell, dass das körperliche Leiden ein Symbol des unbewussten Konflikts bzw. Traumas darstellt, wurde bestimmend für einen bis heute verbreiteten Zweig der psychosomatischen Medizin.

Eine Vielzahl theoretischer Konzepte wurde zu dieser Thematik entwickelt, was zeigt, dass die Frage nach der Verknüpfung von Psyche (Seele) und Soma (Körper, Leib, Leben) nicht eindeutig beantwortet ist. Die neueren Erklärungsmodelle verzichten daher auf die Suche nach einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten. Damit wird auch die Vorstellung aufgegeben, dass sich bestimmte „psychosomatische Krankheiten“ oder „Psychosomatosen“ von anderen Erkrankungen unterscheiden lassen.

Gerade in der Gynäkologie treten körperliche Symptome und Erkrankungen häufig in sensiblen Lebensphasen und Übergängen auf, wie z.B. auf dem Weg in die Mutterschaft oder das Klimakterium. Hier steht weniger das ursächliche Betrachten im Vordergrund als vielmehr die psychischen Belastungen, die sich durch die Erkrankung oder bestimmte Lebensumstände ergeben. Mein Verständnis der Psychosomatik beinhaltet das Fokussieren auf die aktuelle körperliche wie psychische Problematik, die unter Berücksichtigung der lebensgeschichtlichen Faktoren vor allem ressourcenorientiert und Problem lösend angegangen werden. Dabei beziehe ich sowohl verhaltenstherapeu-
tische wie auch hypnotherapeutische Methoden in die Arbeit mit ein.